Wiedereinweihung des Bürgergarten-Aufstellers in Ellrich

Am 10. April 2021 haben wir zusammen mit der Stadt Ellrich den Aufsteller zur Erinnerung an das KZ-Außenlager Ellrich-Bürgergarten wieder eingeweiht. Teilgenommen haben neben Vereinsmitgliedern und dem Bürgermeister von Ellrich auch die Landtagspräsidenten Birgit Keller, der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke sowie engagierte und interessierte Bürger_innen.

Unser Vereinsmitglied Alex betonte in seiner Rede das jahrelange Engagement des Vereins, die Außenlagerstandorte des KZ Mittelbau-Dora nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. „Auf Orte wie diesen sollte hingewiesen und über sie informiert werden. Denn egal wie klein, unauffällig oder umgestaltet ein solcher Ort auch sein mag, es sollte Priorität haben, dass diese Orte und Ihre Geschichte nicht vergessen werden.“

Bereits 2001 hatte „Jugend für Dora e. V.“ am Standort des KZ-Außenlager Ellrich-Bürgergarten eine Informationstafel aufgestellt. Sie erinnerte an das Außenlager des KZ Mittelbau Dora, das dort am 17. Mai 1944 eingerichtet wurde. Das Lager befand sich damals in den Räumen der Gaststätte Bürgergarten. Etwa 950 Häftlinge waren durchschnittlich dort unterbracht und wurden auf den Baustellen der Helmetalbahn zur Zwangsarbeit eingesetzt. In der Nachkriegszeit wurde das Gebäude als Wohnhaus genutzt und vor einigen Jahren abgerissen.

Wegen Bauarbeiten für das neue Pflege- und Seniorenheim „Asternhof“ musste die Tafel vor einigen Jahren abgebaut werden. Nach Fertigstellung konnte nun mit Hilfe der Stadt Ellrich die Tafel wiederaufgestellt und eingeweiht werden. Sie erinnert nun erneut an den Standort des ehemaligen KZ-Außenlagers Ellrich-Bürgergarten.

Der Verein „Jugend für Dora e.V“ bedankt sich herzlich bei der Stadt Ellrich und im Besonderen beim Bürgermeister Henry Pasenow, sowie beim Betreiber des Senioren- und Pflegeheims „Asternhof“, Christian Döring.

Befreit. Gestorben. Vergessen.

Anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora möchten wir mit einem Gedenkprojekt an die nach der Befreiung an den Folgen ihrer Haftzeit in Sülzhayn verstorbenen KZ-Häftlinge erinnern. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte geriet Ihre Geschichte und Ihre letzte Ruhestätte in der kleinen Ortschaft im Harz zunehmend in Vergessenheit. Im Rahmen des Projekts wollen wir diesen Opfern des Nationalsozialismus einen Namen geben und gehen der Frage nach: Was geschah in Sülzhayn?

Unser Projekt findet zum einen vor Ort in Sülzhayn und Umgebung und zum anderen digital auf den Social Media Plattformen Twitter und Instagram statt.

Link zum Account auf Twitter: https://twitter.com/BefreitV

Link zum Account auf Instagram: https://instagram.com/befreit.gestorben.vergessen